Gemeinde - über uns


 

Wir sind Baptisten, weil wir die „Gläubigentaufe“ praktizieren. Wir taufen Menschen auf das persönliche Bekenntnis ihres Glaubens an Jesus Christus. Daher unser Name: „Baptist“ heißt übersetzt „Täufer“. Weltweit gehören zu dieser Kirche 37 Millionen Mitglieder.

 

Evangelium heißt übersetzt die „gute Nachricht“. Der Inhalt dieser guten Nachricht ist: Gott liebt uns und wurde deshalb Mensch in seinem Sohn Jesus Christus. Diese gute Nachricht finden wir aufgeschrieben in der Bibel. Sie ist Basis unseres Glaubens und unserer Lehre. Wir verstehen uns als Teil der evangelischen Kirchen. Unsere Wurzeln gehen zurück bis zur Zeit der Reformation.

 

Die freie Entscheidung ist uns sehr wichtig. Bei uns werden die Menschen Mitglieder, die sich selbst dafür entschieden haben. Als Freikirche treten wir seit unserer Entstehung für Glaubens- und Gewissensfreiheit ein und befürworten die Trennung von Kirche und Staat. Unsere Kirche, mit all ihren Aktivitäten finanziert sich durch das, was die Mitglieder freiwillig geben. Jede Ortsgemeinde ist selbständig und eigenverantwortlich. In Deutschland sind wir ca. 88.000 Mitglieder mit rund hier in Schnelsen gut 300 Mitglieder. Die ca. 830 Ortsgemeinden gehören zum „Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden K.d.ö.R.“.

 

Ein Schwerpunkt unseres Gemeindelebens ist die Gemeinschaft mit Gott und untereinander. Diese Gemeinschaft leben wir sowohl im Gottesdienst als auch in unterschiedlichsten Gruppen für jung und alt. Wir wünschen uns, dass jede und jeder seinen Platz in der Gemeinde findet. Viele engagieren sich dafür ehrenamtlich. Als Gemeinde pflegen wir freundschaftliche Kontakte zu allen christlichen Kirchen in Deutschland.

 

Zum einen ist das eine Ortsbeschreibung, da die Kirche an das Albertinen - Krankenhaus angebaut wurde. Zum anderen drückt sich darin aus, dass Kirche nie Selbstzweck ist, sondern immer den Menschen diakonisch, seelsorgerisch und verkündigend zugewandt ist.

 

Die Wurzeln reichen zurück in das Jahr 1964, als das heutige Albertinen-Diakoniewerk in Hamburg-Schnelsen ein neu gebautes Krankenhaus eröffnete: Einige Diakonissen hatten aus dem früheren Mutterhaus kleine Bänke und Stühle mitgebracht und begannen mit einer Wochentags-Kinderstunde auf dem Krankenhaus-Gelände.  

Aus den Kinderstunden entwickelte sich später der Kindergottesdienst, Jungschar- und Jugendgruppe kamen hinzu, Kontakte mit den Eltern und anderen Schnelsenern sowie mit KrankenhausmitarbeiterInnen führten dazu, dass die Anstaltsgottesdienste im Andachtsraum des Krankenhauses auch von Leuten aus der Umgebung besucht wurden und bald entstand eine Zweiggemeinde der damaligen Muttergemeinde in der Grindelallee.

 

 

Zum 1.1.1973 wurde die Gemeinde mit 152 Mitgliedern selbständig und baute ihre Kirche unmittelbar an das Krankenhaus. Beide Partner beteiligten sich an den Baukosten und eröffneten 1975 die Kirche am Albertinen-Krankenhaus, ein vielfältig nutzbares Gemeindezentrum mit variabel zu gestaltenden Räumen für Gottesdienste, Vorträge, Gruppenarbeit, Schulungsveranstaltungen, Festlichkeiten. Im Gegensatz zu anderen Kirchenbauten wird dieses Zentrum an allen Tagen der Woche intensiv genutzt.

 

Die Gemeinde baute später auf einem benachbarten Grundstück ein Gemeindehaus für die stark gewachsenen Aktivitäten in der Kinder-, Jugend- und Elternarbeit. Es wurde 1991 fertiggestellt und wird heute von vielen Gruppen genutzt, die teilweise auch in Schnelsen öffentlich bekannt sind (z.B. das Café Kuckucksnest).  

Charakteristisch für diese Gemeinde, die heute über 300 Mitglieder hat, ist die enge Zusammenarbeit mit dem Albertinen-Diakoniewerk in gegenseitiger Unterstützung und Ergänzung. Zu den Gemeindegottesdiensten und vielen Veranstaltungen haben z.B. die Patienten direkt oder per Hausfunk Zugang. Die Gemeindemitglieder sind zu den öffentlichen wissenschaftlichen Veranstaltungen der Krankenhäuser eingeladen. Der Gemeindechor singt regelmäßig für die Krankenhauspatienten. Die Krankenhausseelsorger übernehmen Dienste im Rahmen der Gemeinde, die Gemeindepastoren stehen in den Krankenhäusern zu Vertretungsdiensten zur Verfügung. Die Räumlichkeiten und das ganze Gelände werden von beiden Partnern intensiv genutzt. Die Leitungsgremien sind z.T. partnerschaftlich besetzt und treffen sich zu Konsultationen. Etwa die Hälfte der Gemeindemitglieder (geschätzt) hat beruflich oder privat eine enge Verbindung zum Diakoniewerk. Selbstverständlich gehört dazu auch die paritätische Verantwortung für die laufenden Kosten, vor allem für die kirchlich genutzten Räumlichkeiten.

 

Trotzdem ist es eine offene Gemeinde für alle, die Interesse haben, an Gottesdiensten, Veranstaltungen oder Gruppentreffen zu kommen und dabei das Evangelium von Jesus Christus kennen zu lernen.